Eine Deutsche in Australien. Also ich halt. Während unsere deutschen oder vielmehr preußischen Tugenden im Ausland ja generell einen ganz guten Ruf genießen, können sie einem selbst doch manchmal ein Dorn im Auge beziehungsweise der Stock im Arsch sein.
Außerdem erwartet man schnell auch von anderen, pünktlich, ordentlich oder pefektionistisch zu sein. Määäääp, is nicht! Andere Länder, andere Tugenden – und Pünktlichkeit passt bestenfalls halb so gut nach Australien wie ein Känguru in die Arktis. Tut euch also selbst einen Gefallen, macht euch locker und schafft sie euch vom Halse, diese lästige Preußen-Moral. Der Franzose sagt „Preuße zu sein ist eine Ehre, aber kein Vergnügen“, der Australier: „Hang loose!“ und ich sage „Auf nach Byron Bay – wo man keine Uhren kennt, die Regeln anders ticken und aus der Tugend ein Laster wird, oder so …!“

1. Regel: Vergiss Pünktlichkeit!

Um dir gleich bei deiner Ankunft in Byron ein Bild von der allgemein gültigen Toleranzspanne in Sachen Pünktlichkeit machen zu können, empfiehlt es sich, ein Pick-up-Service zur gebuchten Unterkunft zu ordern. Kommt man dann verspätet mit dem Greyhound an, wird man trotzdem noch lange keinen Abholservice vorfinden. Ruhig bleiben. Denn auch wenn man nach eineinhalb bis zwei Stunden längst denkt, man wäre vergessen worden oder der könnte schon wieder abgefahren sein, der kommt noch … der kooommmt! Je mehr du dich also verspätest, desto weniger lang musst du auf andere warten. Und man hat genügend Zeit, sich einen ersten Eindruck von der Nachbarschaft zu verschaffen.

2. Regel: Chaos ist die bessere Ordnung!

Ein Zimmer, Zelt oder Cottage in der Arts Factory Backpackers Lodge – der Garant zur Bekämpfung deines Ordnungsticks. Räumst du deinen ganzen Backpacker-Plunder immer fein säuberlich weg, gibst du anderen den notwendigen Raum, sich breit zu machen. Insofern hast du lediglich die Wahl zwischen eigenem Chaos oder fremdem Chaos. Und wer wird denn auch schon so zimperlig sein … wegen den drei, vier Stunden, in denen man sich nachts mal im Zimmer aufhält.

Arts Factory Backpackers Lodge
1 Skinners Shoot Rd, Byron Bay, NSW 2481, Australien, fon +61 (0) 2 6685 7709
info@artsfactory.com.au, www.artsfactory.com.au
Preis pro Zimmer: 27 AUD (ca. 19,50 EUR) pro Nacht im „6 Share Dorm“

3. Regel: Der Weg ist das Ziel!

Zielstrebigkeit? Ne, ne, ne! Ein Ziel braucht doch kein Mensch, wenn’s überall schön ist. Also, einfach mal planlos draufloslaufen und all das genießen, was dir begegnet. Bei so vielen verrückten Eindrücken und Ausblicken wirst du sowieso bald nicht mehr wissen, wo du eigentlich hin wolltest.



4. Regel: Perfektionismus abtrainieren!

Mit einem mehrtägigen Surfkurs kannst du dir, ohne es bewusst wahrzunehmen, deinen Perfektionismus problemlos abtrainieren. Mein persönlicher Tipp: die Jungs und Mädels von Mojosurf! Obwohl du und ganz sicher auch alle deine Mitstreiter erstmal gnadenlos versagen werden, macht das Surfen so viel Spaß, dass es dir völlig egal sein wird, wie verdammt schlecht du eigentlich bist.

Top-Tipp:

Mojosurf Byron Bay:

Vor mehr als einem Jahrzehnt saßen zwei Aussie Surfer, Nat und Dan, bei einem Drink am Lagerfeuer und sprachen über ihre Träume. Sie dachten daran, dass das Leben doch zu kurz wäre, seinen Traum nicht zu leben – der Traum, ihre Leidenschaft für Spaß, Abenteuer und fürs Surfen mit Menschen aus aller Welt zu teilen. Mojosurf war geboren!

3 Tage Surfkurs in Byron Bay kosten für Erwachsene 169 AUD (ca. 120,70 EUR).

5. Regel: No worries, be happy!

Falls du all deine Tugenden auf Teufel komm raus nicht los wirst … er hat noch jeden klein gekriegt. Der Inbegriff an Disziplinlosigkeit. Der Bus unter allen Lastern: Der Happy Coach! Er bringt dich an viele unmoralische Orte, einer davon heißt Nimbin … und sogar für das leibliche und spirituelle Wohl wird gesorgt. Nett, danke – ich mag Cookies! Einsteigen und abgehen!


Posted by:Claudia

Grafikdesignerin und Reisebloggerin mit einer Vorliebe für Fotografie, Wordpress und ganz viel Kaffee. Auf dem Land geboren, auf dem Land aufgewachsen. Ausgezogen, um auf Traumpfaden zu wandern, und auch immer wieder gerne heimgekehrt … Gone Walkabout!

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