Das längste noch erhaltene Teilstück der Berliner Mauer verläuft im Stadtteil Friedrichshain auf 1316 Metern Länge Seite an Seite mit der Spree. Die Reste der sogenannte Hinterlandmauer, die den Grenzstreifen der ehemaligen DDR nach Ost-Berlin hin eingrenzte, wurde einige Monate nach dem Fall der Mauer am 9. November 1990 zur Open air-Kunstgalerie ausgeschmückt. Die letzten Betonbrocken des Terrors bekamen den frischen, farbenfrohen Anstrich der Freiheit verpasst und stehen seit 1993 als East Side Gallery unter Denkmalschutz.

Sozialistischer Bruderkuss

Der Moskauer Maler Dmitri Vrubel gestaltete den wohl berühmtesten Mauerabschnitt der: den Sozialistischen Bruderkuss zwischen Leonid Breschnew und Erich Honecker. Als Vorlage diente ihm ein Bild des Fotografen Régis Bossu. Der schmächtige Pressefotograf hielt 1979 zum 30. Jahrestag der DDR den Augenblick fest, der heute Kult ist.
Übrigens bekam der Bruder-Knutscher genau wie alle anderen Gemälde 2009 eine Generalüberholung und wurde komplett neu gemalt. Dieses Mal mit spezieller Farbe und einem Schutzlack überzogen, um die ganzen Schmierereien aller Vollidioten unter den Besuchern der East Side Gallery besser entfernen zu können.

Posted by:Claudia

Grafikdesignerin und Reisebloggerin mit einer Vorliebe für Fotografie, Wordpress und ganz viel Kaffee. Auf dem Land geboren, auf dem Land aufgewachsen. Ausgezogen, um auf Traumpfaden zu wandern, und auch immer wieder gerne heimgekehrt … Gone Walkabout!

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